Künstliche Intelligenz (KI) verknüpft Dinge miteinander, die wir bisher nicht einmal gedanklich inVerbindung brachten. Permanent lehren wir KI Systeme die Welt immer besser wie Menschenwahrzunehmen. Sie wachsen durch „Deep Learning“, unserem Gehirn ähnelnde künstliche neuronaleNetze, hyperexponentiell an ihren Aufgaben und Erfahrungen. Binnen Sekunden lesen sie Terabytesvon Daten und leiten daraus eigenständige Empfehlungen oder Entscheidungen ab. Analyse-Tools generieren psychosoziale Profile potenzieller Kandidaten aus dem Netz. In den USA geht dieBewerbermanagement-Software Google Hire an den Start. In naher Zukunft soll mit People Analyticsein Analyse-Tool im Personalbereich zum Einsatz kommen, das High Potentials „recruitet“ und alleHR Bereiche steuert. 2021 wird der erste Service-Computer als Apotheker Kunden beraten. Dasspektakuläre Gestaltungspotential von KI lässt sich nur erahnen.
Computer brauchen Daten. Menschen brauchen Zuwendung.
Maschinen und Menschen sind auf vollkommen unterschiedliche Weise intelligent. KI-Systemekönnen Routineaufgaben übernehmen und manche menschlichen Fähigkeiten durch Präzision undSchnelligkeit überflügeln. Sobald es um emotionale und soziale Intelligenz, um Beziehungsebenengeht, überflügeln wir KI. Mit dem digitalen Wandel erfährt unsere bisher gültige zwischenmenschliche Kommunikations-,Beziehungs- und Wertekultur eine tiefe Transformation: Anonyme Formeln, abstrakte Zeichen undZahlen verdrängen zunehmend Emotionen, Transparenz und persönlichen Kontakt. Per Klickbestätigen wir „Freundschaften“ oder fachliche Fähigkeiten algorithmischer Avatare. Wir stützen uns inunseren Entscheidungen zunehmend auf Algorithmen, deren Abläufe uns nicht mehr transparent sind.Computer treffen und kommunizieren ihre Entscheidungen rational, ohne für uns nachvollziehbareErklärung. Das weiß jeder, der schon mal den Sprachassistenten seines Navis angeschrien hat.Künstliche Kommunikationskompetenz kollidiert mit unserem intuitiven Bedürfnis nach Menschlichkeit, Verständnis und Zuwendung.
Die IT-Personalberatung erlebt einen Nachfrage-Boom bei der Besetzung von Digital Leadern.
Durch die Digitalisierung nahezu aller Produktions- und Verbrauchsbereiche explodiert der Bedarf anIT-Spezialisten, wodurch die IT-Personalberatung eine enorme Nachfrage erlebt. Die Vielzahl anFachkräften zu finden, zumal in einem nahezu leergefegten Kandidatenmarkt, überfordert vieleUnternehmen. Sie wenden sich bei ihrer Suche an IT-Personalberater mit langjähriger IT-Expertise.Insbesondere wenn es gilt Digital Leader zu finden, die ein Unternehmen erfolgreich durch die digitaleTransformation führen und den Wandel aktiv gestalten können. Zudem haben viele Unternehmen denRollenwechsel im Bewerbungsprozess noch nicht verinnerlicht: Wer heute hart umkämpfte ITExpertenfür sich gewinnen und langfristig binden will, muss sein Unternehmen begehrenswertpräsentieren und Kandidaten mit individuell sinnstiftenden Benefits begeistern.
Bei der Suche nach Spezialisten stößt Software an klare Grenzen.
Im Bewerbungsprozess übernimmt die IT-Personalberatung eine Schlüsselrolle: Sie tritt alsVisitenkarte des Auftraggebers auf und bewirbt dessen Unternehmen sowie die zu besetzendePosition beim potentiellen Kandidaten. Diese Vorgehensweise liefert dem Auftraggeber gutvorqualifizierte, passgenaue Kandidaten mit hoher Erfolgsquote für beide Seiten. Entscheidend füreine erfolgreiche Besetzung ist jedoch die Kernfrage: Warum passt genau dieser Experte in exaktdieses Unternehmen perfekt zu dieser Position? Die Antwort gibt die persönlich gelebteBeziehungskultur. Also die Fähigkeit des Beraters, sich tief in den Kandidaten und das Unternehmen hinein zu fühlen. Im engen vertrauensvollen Austausch die individuellen Komplexitäten beider Seitenwahrzunehmen, füreinander zu begeistern und Erwartungshaltungen zu erfüllen. Menschenkenntnisund Intuition sind dabei ebenso essentiell wie die Kompetenz, Charakterzüge und Gemütslage des Gegenübers zu erkennen, situativ zu kommunizieren und querzudenken. Erspüren ob der Kandidatein Bewahrer oder Innovator ist, ein familiäres oder ein globales Arbeitsumfeld braucht.Schlummernde Soft Skills herauskitzeln, Zweifel und Ängste ausräumen: Von unserem menschlichenWahrnehmungs- und Reaktionspotential kann Software bisher nur träumen.
Persönliche Wahrnehmung, empathische Kommunikation und emotionaleBegeisterung bleiben die Schlüssel für zukünftigen Erfolg.
Die IT-Personalberatung nimmt ihre Auftraggeber und Kandidaten sprichwörtlich an die Hand: Von derpersönlichen Erstansprache, über die intensiven Beratungsgespräche und gemeinsam erlebtenCoachingprozesse, bis hin zum Abschluss des Arbeitsvertrags. Entsprechend entwickeln sichNetzwerk-Beziehungen, die meist ein Arbeitsleben lang bestehen. Solange KI nicht empathisch,wertschätzend und emotional begeistern kann, bleibt der persönliche Kontakt entscheidend, um zum Unternehmen passende IT Führungs- und Fachkräfte zu gewinnen.