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Digitaler Wandel in Zeiten der Künstliche Intelligenz - Was Unternehmen jetzt verstehen müssen.

Das Buch "Kollege KI - Künstliche Intelligenz verstehen und sinnvoll im Unternehmen einsetzen" von Dr. Stefan Gröner behandelt die Erfolgsstrategien von Amazon und Alphabet, wie frühzeitige Technologienutzung, Selbstdisruption und digitale Unternehmensprozesse. Es verdeutlicht, wie diese Unternehmen Innovationen vorantreiben.

Digitaler Wandel in Zeiten der Künstliche Intelligenz - Was Unternehmen jetzt verstehen müssen.

Das neue Buch „Kollege KI - Künstliche Intelligenz verstehen und sinnvoll im Unternehmen einsetzen“ von unserem Top-100 Redner Professor Dr. Stefan Gröner. Lesen Sie gerne in das zweite Kapitel hinein - es lohnt sich:

Lessons learned - Was Amazon und Alphabet verstanden haben!

Unternehmen wie Amazon oder Alphabet verkörpern zentrale Eigenschaften, die Disruptoren von anderen Playern unterscheiden. Über das Mindset der Giganten aus dem Silicon Valley sind unzählige Bücher geschrieben worden. Wir wollen daher an dieser Stelle nur die drei − aus unserer Sicht − wichtigsten Punkte aufgreifen:

  1. Das frühzeitige Ausschöpfen neuer Technologien.
  2. Die konsequente Bereitschaft zur Selbstdisruption.
  3. Die umfassende Ausrichtung der Unternehmensprozesse an den digitalen Möglichkeiten.

Beginnen wir mit der Technologie. Sowohl Amazon als auch Google sind in der ersten Digitalisierungsphase (Online) entstanden. Sie haben die neuen Möglichkeiten frühzeitig erkannt und entsprechend zukunftsweisende Produkte entwickelt, wie die Suchmaschine Google Search oder die E-Commerce-Plattform Amazon.com. Gerade Google stellte aufgrund der visionären Kraft der Gründer Larry Page und Sergey Brin bereits vor dem allgemeinen Trend die Weichen in Richtung Mobile: 2005 kaufte das Unternehmen die damals weitgehend unbekannte Firma Android, die Software für Mobiltelefone entwickelte. Wohin die Reise ganz genau gehen könnte, war Marktbeobachtern damals noch nicht klar, was zu diesem Zeitpunkt durchaus verständlich war. Der Weckruf sollte erst zwei Jahre später mit der Markteinführung des iPhones durch Apple erfolgen. Im gleichen Jahr gab Google bekannt, mit Mitgliedern der Open Handset Alliance das Betriebssystem Android als Open-Source-Lösung zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit bedeutete durch ihren offenen Standard, dass Android von Innovationen und Optimierungen externer Entwickler profitieren und eine deutlich größere Verbreitung erreichen konnte. Auf den ersten Blick mag dieser Ansatz nicht zwingend logisch sein, vor allem da der Vorreiter Apple die völlig andere Strategie eines geschlossenen Ökosystems gewählt hatte. Wenn man eine größere Vision im Kopf hat, ist das Vorgehen aber nur konsequent. Genauso frühzeitig hat Google KI als Zukunftstechnologie erkannt, auch wenn Marktbeobachter die ersten Schritte vor einigen Jahren mit Skepsis verfolgten. Was will Google denn mit einer Firma wie DeepMind? Auch Amazon hatte die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und bereits seit 2006 AWS als Cloud-Anbieter aufgebaut. Die Stimmen der Kritiker damals: Was will denn ein Onlinehändler wie Amazon in der Cloud? Und gerade die vermeintlichen technologischen Spielwiesen haben sich für beide Unternehmen als Teile eines langfristigen Puzzles erwiesen. Damit hängt bereits der zweite Punkt unserer Liste eng zusammen: die Bereitschaft zur Selbstdisruption. Mit einem neuen Produkt das eigene alte, gut funktionierende Kerngeschäft zu unterwandern, ist eine große Angst vieler Unternehmer. Das ist nachvollziehbar, jedoch nicht hilfreich. Wenn man es nicht selbst macht, macht es ein anderer − und das tut dann doppelt weh. Amazons Schritt in die Offlinewelt sorgte anfangs für Kopfschütteln: Erst zerstören sie den stationären Handel, und dann machen sie es selbst? Und könnte Amazon Go dem Lieferdienst Amazon Fresh nicht das Wasser abgraben? Auch Google hat sich im Zuge der Digitalisierung gleich dreimal im großen Stil selbst kannibalisiert, parallel zu den Phasen der Digitalisierung: Seit Anfang des Jahrtausends läuft das Suchmaschinengeschäft ganz ausgezeichnet mit einer absoluten Monopolstellung insbesondere bei der Werbevermarktung. Als zumindest für Google absehbar war, dass sich die Märkte in Richtung Mobile entwickelten, scheute es nicht davor zurück, das Betriebssystem Android als Open Source zur Verfügung zu stellen, obwohl klar war, dass sich dadurch ein Großteil der Suche von Online auf Mobile verlagern würde. Dabei traten viele Kritiker auf den Plan: Aufgrund der höheren Kosten für die Generierung von Klicks in der mobilen Anwendung gefährde Google das doch deutlich effizientere Geschäft der Onlineplattform. Google ließ sich allerdings trotz des Gegenwinds von Analysten und vermeintlichen Branchenexperten nicht beirren und wurde belohnt, da der von ihnen antizipierte überproportionale Zuwachs an mobilem Suchvolumen diesen Effekt deutlich überkompensierte.

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