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Warum starke Nachfolger über das Überleben von Unternehmen entscheiden | Isabel Grupp-Kofler | #25

Zwischen Nachfolge, Leadership und Leistungsbereitschaft: Eine Unternehmerin über Verantwortung, Wandel und Haltung im Mittelstand

Warum starke Nachfolger über das Überleben von Unternehmen entscheiden | Isabel Grupp-Kofler | #25

Nachfolge im Familienunternehmen klingt nach Tradition. Bei Isabel Grupp-Kugler bedeutet es vor allem: Verantwortung annehmen, die eigene Rolle finden – und den Mittelstand mutig weiterdenken.

Im #nxtKNOWLEDGE Podcast erzählt sie, warum Neugier für sie der Startpunkt jeder Veränderung ist. Ganz praktisch sogar: Sie testet gerade ein E-Auto im ländlichen Raum – und merkt, wie sehr neue Gewohnheiten Planung, Geduld und Organisation verlangen. Genau diese Haltung zieht sich durch ihr gesamtes Leadership-Verständnis: nicht reden, sondern ausprobieren.

Was Unternehmen aktuell wirklich beschäftigt? KI, Automatisierung, Kultur, Führung – aber oft zu theoretisch. Isabel trifft damit einen Nerv: Die meisten sind nicht auf der Suche nach Buzzwords, sondern nach ehrlichen Beispielen aus der Praxis. Was klappt wirklich im Mittelstand – und was eben nicht?

Ihr Unternehmen Planstrohmeier ist Industrie-Zulieferer: Kunststoffteile, Baugruppen, Kabel – vieles davon steckt in Geräten, die in fast jedem Haushalt stehen. Sichtbarkeit ist als Zulieferer allerdings kein Selbstläufer. Deshalb nutzt sie Social Media gezielt: für Employer Branding, Recruiting und Vertrauen. Bewerber kommen heute deutlich besser vorbereitet, weil sie Kultur und Haltung vorher schon kennen.

Spannend wird es beim Generationenthema: Sie plädiert klar gegen das ewige Vergleichen („früher war alles besser“) und für Lösungen, die Erfahrung und junge Dynamik verbinden – zum Beispiel mit Reverse Mentoring, bei dem Wissen bewusst in beide Richtungen fließt.

Und dann spricht sie ein Problem an, das oft untergeht: Nicht nur Fachkräfte fehlen – Nachfolger fehlen. Viele Unternehmen finden niemanden, der übernehmen will. Isabel sieht den Kern vor allem in den Rahmenbedingungen und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Unternehmertum: zu wenig Anerkennung für Risiko, Verantwortung und Leistung.

Ein Moment bleibt besonders hängen: ihre Vietnam-Reise. Dort erlebt sie einen starken Leistungsgedanken – Menschen, die zwei, drei Jobs machen, um voranzukommen. Der Kontrast zu Deutschland ist für sie spürbar: Hier werde häufiger erst gefordert, bevor man bereit ist, zu leisten.

Ihr Fazit ist klar und macht Mut: Wir haben das Know-how, die Innovationskraft und die Menschen. Was fehlt, ist öfter die Entscheidung, wieder zu machen – statt nur zu diskutieren.