Viele Projekte scheitern nicht an der Idee oder am Engagement – sie scheitern am Team. Nicht selten hört man das Sprichwort „TEAM – Toll, Ein Anderer Machts!“ und meint damit die Frustration, die häufig entsteht, wenn ein Team zusammengewürfelt wurde, ohne auf die Personen und ihre Stärken zu achten. Es kann aber auch anders laufen: Wenn ein Team aus gezielt unterschiedlichen Menschen geplant wird, entsteht ein echtes Superpower-Team.
Warum Teams oft nicht funktionieren
In Unternehmen gibt es meist verschiedene Abteilungen, die Probleme auf ihre Art und Weise angehen. Die Forschungsabteilung denkt in Lösungen, oft am Markt vorbei; die Verwaltung hält sich mit Effizienz auf, manchmal ohne Blick auf den Kunden; die Produktion betrachtet den Kunden als Störfaktor und arbeitet ab; der Vertrieb möchte verkaufen, fragt sich aber, ob Gewinn überhaupt Priorität hat.
Genau diese Abteilungstypen finden wir auch in Teams wieder. Deshalb ist es keine Lösung, ein Problem einfach „einer Abteilung“ oder einem beliebigen Team zu geben. Jeder schaut durch seine Brille – und das Ergebnis ist oft Stückwerk, keine echte Lösung. Wenn wir Teams willkürlich zusammenstellen, entstehen schnell Reibungen und Uneinigkeit, statt Innovation und Erfolg.
Die richtige Zusammensetzung: Unterschiedlichkeiten als Superpower
Der Schlüssel zum Erfolg ist die Vernetzung von Unterschiedlichkeiten. Teams funktionieren dann am zuverlässigsten, wenn jeder seine Stärken einbringen kann, aber auch weiß, wann und an welcher Stelle er gefragt ist.
Ein Superpower-Team besteht aus verschiedenen Typen, die klar definierte Rollen haben:
- Researcher: Denkt kreativ, sucht nach Lösungen und hat innovative Ideen.
- Controller: Analysiert, findet Fehler, sorgt für Präzision und Qualität.
- Producer: Zieht die Aufgaben bis zum Ende durch, arbeitet fleißig und zuverlässig.
- Saler: Kann begeistern, überzeugen und Ergebnisse präsentieren.
- Leader: Fokussiert Entscheidungen, sorgt für Struktur und Prioritäten.
Wichtig: Die Rollen sind nicht nur willkürliche Titel, sondern spiegeln die Grundpersönlichkeit der Teammitglieder wider. Gerade Researcher, Controller, Saler und Leader haben ein gewisses Ego und benötigen ihren Platz im Team. Daher sollte jeder Typ nur einmal im Team vertreten sein, um unnötigen Konflikten vorzubeugen. Für Fleißarbeit können jedoch mehrere Producer sinnvoll sein – solange sie von einer klaren Führung gelenkt werden und nicht jedes Detail diskutieren.
Rollen klar kommunizieren
Es reicht nicht, die Rollen nur zu vergeben – sie müssen klar sichtbar gemacht werden. Jedes Teammitglied muss seine Funktion kennen und wissen, was von ihm oder ihr erwartet wird. Dadurch vermeidet man, dass Einzelne versuchen, sich überall einzumischen oder die Bedeutung der anderen zu schmälern. Nur so entsteht ein echtes Miteinander – und keine Zergliederung in Einzelkämpfer.
Unterschiedlichkeit planen und nutzen
Das perfekte Team wird es nie geben – aber ein Superpower-Team entsteht immer dann, wenn bewusst auf Unterschiedlichkeiten gesetzt wird. Menschen, die verschiedene Talente, Perspektiven und Verhaltensweisen haben, ergänzen sich gegenseitig, wenn sie wissen, dass ihre Rolle anerkannt und benötigt wird.
Superpower durch ein Team mit geplanten Unterschiedlichkeiten – das ist der Weg zu neuen Lösungen, Innovationskraft und echten Fortschritten!