Was, wenn jedes Problem ein Geschenk ist – und du es nur noch nicht erkannt hast?
Sei ehrlich: Was ging dir durch den Kopf, als du diesen Titel gelesen hast? Hast du gedacht: „Na klar, logisch – ich liebe Probleme!“ Oder war dein erster Gedanke eher: „Der Autor ist jetzt völlig verrückt geworden.“
Wer jubelt schon, wenn Schwierigkeiten auftauchen?
Beide Reaktionen sind absolut nachvollziehbar. Trotzdem möchte ich dich einladen, Probleme einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn häufig sehen sie nur im ersten Moment negativ aus. Die Betonung liegt auf: im ersten Moment.
Eine Erfindung, die aus einem Problem entstand
Dazu möchte ich dir eine kurze Geschichte erzählen.
Eine Firma entwickelte einen Klebstoff, der nicht hielt. Eigentlich ein Totalausfall. Ein Produkt, das seinen Zweck verfehlte.
Doch statt das Ganze als Misserfolg abzuhaken, erkannte jemand darin eine völlig neue Möglichkeit. Aus diesem „schlechten“ Klebstoff entstanden die weltbekannten Post-it®-Haftnotizen. Das Unternehmen dahinter heißt 3M und zählt heute zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Die eigentliche Stärke der Post-its besteht genau darin, dass sie kleben – aber eben nicht dauerhaft.
Zufall?
Ganz bestimmt nicht.
Jemand hat in einem Problem eine Möglichkeit erkannt und begonnen, in Lösungen statt in Hindernissen zu denken.
Was bedeutet das Wort „Problem“ eigentlich?
Schauen wir uns das Wort einmal genauer an.
Wofür steht das Wort „Pro“?
Richtig – es bedeutet „für“.
Jetzt frage ich dich:
Kann etwas, das für dich ist, gleichzeitig gegen dich sein?
Allein dieser Gedanke verändert bereits den Blickwinkel.
Die Bedeutung macht den Unterschied
Norman Vincent Peale soll einmal gesagt haben:
„Wenn der liebe Gott dir etwas schenken will, so verpackt er es in ein Problem.“
Dieser Satz bringt es auf den Punkt.
Denn das eigentliche Problem ist häufig gar nicht das Problem selbst, sondern die Bedeutung, die wir ihm geben.
Frage dich:
- Sehe ich es als Bedrohung oder als Gelegenheit?
- Verbinde ich die Situation mit Schmerz oder mit Freude?
- Laufe ich davon oder stelle ich mich ihr?
- Habe ich mich jemals gefragt, was mir dieses Problem eigentlich sagen möchte?
Das Leben arbeitet für dich – nicht gegen dich
Ich habe noch eine gute Nachricht für dich:
Ich bin überzeugt, dass das Leben es immer gut mit uns meint.
Es ist niemals gegen uns, sondern immer für uns – also pro.
Alles, was in unser Leben kommt, hat einen Sinn.
Vielleicht möchte es:
- uns fördern,
- uns auf etwas aufmerksam machen,
- uns wachsen lassen,
- oder uns sogar ein Geschenk machen.
Auch wenn wir das im ersten Moment noch nicht erkennen.
Warum Probleme oft größer werden
Was machen die meisten Menschen?
Sie laufen weg.
Sie hoffen, dass sich das Problem von allein erledigt.
Natürlich kann das manchmal funktionieren.
Die Betonung liegt auf manchmal.
Viel häufiger passiert jedoch etwas anderes:
Das Problem kommt zurück.
Und meistens ist es dann größer.
Und noch größer.
Mein Tipp: Suche die Ursache, nicht das Symptom
Beschäftige dich mit deinen Problemen, solange sie noch klein sind.
Betreibe Ursachenforschung.
Bekämpfe nicht nur die Symptome.
Frage dich stattdessen:
Wofür könnte dieses „PRO“ stehen?
Oft liegt genau dort die eigentliche Antwort.
Ändere deine Sprache – und damit deine Wahrnehmung
Ebenso wichtig ist die Art und Weise, wie du über deine Probleme sprichst.
Versuche, negative Formulierungen bewusst durch stärkende Gedanken zu ersetzen.
Zum Beispiel:
- „Problem? Eine spannende Aufgabe, die auf mich wartet. Das wird super!“
- „Problem? PRO bedeutet FÜR. Das Leben hat ein Geschenk für mich. Ich freue mich darauf.“
- „Das ist kein Problem, sondern eine interessante Situation.“
- „Das Leben fordert mich heraus. Sehr gut – ich liebe Herausforderungen.“
- „Wer weiß, wofür dieses Problem gut sein wird?“
Probiere das einmal konsequent für 30 Tage aus.
Ich verspreche dir, dass du eine Veränderung in deinen Ergebnissen bemerken wirst.
Probleme machen uns stärker
Mach dir eines bewusst:
Ohne Probleme werden wir klein.
Wir werden bequem.
Wir werden schwach.
Und genau dann erscheinen selbst kleine Schwierigkeiten plötzlich riesengroß.
Probleme sind nicht dazu da, uns zu zerstören.
Sie helfen uns, zu wachsen.
Eine Frage, die alles relativiert
Wenn du das nächste Mal vor einem Problem stehst, dann stelle dir folgende Frage:
„Wie relevant wird dieses Problem in drei Jahren noch für mich sein?“
Du wirst feststellen, dass sich vieles plötzlich relativiert.
Und falls nicht?
Dann wartet vielleicht gerade ein besonders großes Geschenk auf dich – eines, das du heute noch nicht erkennen kannst.
Alles Liebe
Dejan